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Gründung der Benedictus Stiftung
Alois Glück, Kardinal Friedrich Wetter, Abtprimas Notker Wolf und Eberhard von Gemmingen gründen eine Diskussionsplattform für christliche Werte in der modernen Welt.
Am Dienstag, den 18.12.2007 wurde die Gründung der Benedictus Stiftung in der Münchner Residenz feierlich gegangen. Die Stiftung tritt mit dem Ziel an, christliche Werte in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Medien und Kirche zu fördern. Schirmherr der Gründungsveranstaltung ist der Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein. Den Festgottesdienst zur Gründung zelebriert Friedrich Kardinal Wetter.
"Wir möchten die im Christentum begründeten gesellschaftlichen Werte politisch relevant machen", so Pater Eberhard von Gemmingen, Initiator der Benedictus Stiftung und Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan. Im Zentrum der Diskussion steht dabei das christliche Verständnis des Menschen als Ebenbild Gottes, das sich in den Themen und Veranstaltungen der Stiftung widerspiegeln wird. "Gemeinsam möchten wir Antworten auf aktuelle Fragen finden und dabei christliches Gedankengut fruchtbar machen", legt Pater Notker Wolf, Abtprimas der Benediktiner und Mitbegründer der Stiftung, dar. Mit ihrer Firmierung knüpft die Benedictus Stiftung an zwei bekannte Namensträger Europas an. Zum einen bezieht sie sich auf den Hl. Benedikt von Nursia, Ordensgründer und Patron Europas. Gleichzeitig möchte die Stiftung Anstöße von Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI., aufgreifen und in eine breite gesellschaftliche Diskussion einbringen. Neben von Gemmingen und Wolf gehören zum Gründerkreis auch Friedrich Kardinal Wetter und der Bayerische Landtagspräsident Alois Glück. "Wir sehen eine neue Aufnahmebereitschaft für Religion. Diese gilt es durch qualitativ gute Beiträge zu füllen", so Glück. Dabei baue die Stiftung darauf, dass die Person Benedikt XVI. sowie seine Reden und sein Schrifttum, eine geistige Herausforderung für aktuelle Themen sei. Für Kardinal Wetter zeigt sich allgemein ein neues gesellschaftliches Interesse an Grundfragen wie dem christlichen Verständnis von Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit. "Insbesondere auch die Behandlung von Fragen zu Ehe und Familie, Erziehung und Bildung haben an Relevanz gewonnen und gehören damit für uns zu den Kernthemen der Stiftung", so der langjährige Erzbischof der Diözese München und Freising. Im Sinne des europäischen Gedankens wird die Stiftung auch die Frage aufgreifen, wie künftig Menschen verschiedener Völker und Religionen friedlich zusammenleben können. "Europa hat sich im Laufe seiner teils auch tragischen Geschichte immer wieder als fähig erwiesen, insbesondere durch Rückbesinnung auf sein christliches Erbe eine Einheit zwischen Menschen, Völkern und Kulturen zu schaffen" erläutert die Stiftungsvorsitzende Alexa von Künsberg. Diesem Anliegen eines friedlichen Zusammenlebens fühle sich die Stiftung verpflichtet.
Programm
17:30 Uhr Festgottesdienst
in der Dreifaltigkeitskirche am Promenadeplatz, Pacellistraße 6, Zelebrant: Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising
19:00 Uhr Gründungsakt in der Residenz München, Max-Joseph-Saal, Residenzstraße 1 Schirmherr: Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident
Grußwort: Alois Glück, Präsident des Bayerischen Landtags "Verantwortung vor Gott - als Politiker und Mensch"
Grußwort: Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München "Benedictus Stiftung - christliche Werte in einer modernen Gesellschaft"
Festrede: Prof. Dr. theol. Dr. med. Matthias Beck, Professor für Moraltheologie / Schwerpunkt Medizinethik an der Universität Wien "Die Größe des Menschen"
im Anschluss: Adventlicher Umtrunk
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